Natalie Mäder
B.A. Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft
Natalie studiert Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich und begeistert sich dafür, Wissen verständlich und mit Freude zu vermitteln. Mit Geduld und Empathie unterstützt sie ihre Schüler/innen.
Unterrichtet in den Fächern
Lehr- und Arbeitserfahrungen
Ausbildung
Interview
mit Natalie Mäder
Was fasziniert dich besonders an Deutsch?
Deutsch fasziniert mich vor allem, weil Sprache viel mehr ist als Grammatik und Rechtschreibung. Sie prägt wie wir denken, wie wir uns ausdrücken und wie wir die Welt wahrnehmen. Besonders spannend finde ich deshalb, gemeinsam mit Schüler/innen die verschiedenen Facetten der deutschen Sprache zu entdecken und dabei Theorie mit dem alltäglichen Sprachgebrauch zu verbinden. Es macht mir grosse Freude, wenn sie plötzlich verstehen, warum Sprache so funktioniert, wie sie funktioniert und dadurch mehr Sicherheit und Freude am eigenen Ausdruck gewinnen.
Wie gestaltest du deine Freizeit?
In meiner Freizeit lese ich sehr gerne, weil ich dabei in ganz unterschiedliche Welten eintauchen und gleichzeitig neue Perspektiven kennenlernen kann. Besonders an Büchern schätze ich, dass sie mich dazu bringen, über Figuren, Geschichten und gesellschaftliche Themen nachzudenken. Einen grossen Teil meiner Freizeit verbringe ich ausserdem mit meinem Pferd. Beim Reiten kann ich abschalten, mich ganz auf den Moment konzentrieren und die Zeit in der Natur geniessen. Die Verbindung zu meinem Pferd und die gemeinsame Zeit bedeuten mir dabei besonders viel.
Was zeichnet in deinen Augen eine gute Lehrperson aus?
Eine gute Lehrperson sollte für mich geduldig, empathisch und aufmerksam sein. Sie sollte nicht nur den Lernstoff vermitteln, sondern auch merken, wenn jemand etwas noch nicht verstanden hat oder sich unsicher fühlt. Ich versuche deshalb, meinen Unterricht immer an die jeweilige Person anzupassen und gemeinsam herauszufinden, welche Erklärungen und Lernmethoden am besten funktionieren. Dabei ermutige ich meine Schüler/innen, Fragen zu stellen und eigene Lösungswege auszuprobieren. Mir ist wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Fehler erlaubt sind und man sich Schritt für Schritt mehr zutraut.
Welche didaktischen Techniken findest du besonders wirksam?
Besonders wirksam finde ich Methoden, bei denen Schüler/innen den Lernstoff nicht nur aufnehmen, sondern selbst aktiv damit arbeiten. Ich lasse sie beispielsweise Inhalte in eigenen Worten erklären oder gemeinsam mit mir Lösungswege entwickeln, anstatt ihnen die Antwort direkt vorzugeben. Wichtig ist mir auch, verschiedene Lernmethoden auszuprobieren und an die jeweiligen Schüler/innen anzupassen. So kann ich herausfinden, was ihnen wirklich hilft und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken.
Was war die schönste Erfahrung, die du bisher als Lehrperson gemacht hast?
Eine meiner schönsten Erfahrungen als Lehrperson war die Entwicklung eines Mädchens, das anfangs grosse Angst vor Französisch hatte und sich kaum getraute, die Sprache zu sprechen. Mit viel Geduld haben wir an ihrem Selbstvertrauen gearbeitet und verschiedene Wege gefunden, wie sie Französisch auf ihre Art lernen konnte. Besonders schön war es mitzuerleben, wie sie diese Angst immer mehr verlor und irgendwann begann, fliessend und ganz selbstverständlich Französisch zu sprechen. Dieser Moment hat mir gezeigt, wie viel sich verändern kann, wenn man jemandem die nötige Zeit, Unterstützung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gibt.