Leitfaden zur Gymi-Aufnahmeprüfung 2019

20. Aug 2018 /

Im März 2019 findet die Zentrale Aufnahmeprüfung für die Gymnasien statt. Die Plätze am Gymi sind begrenzt, deshalb ist die Prüfung herausfordernd. In diesem Leitfaden finden Sie alle wichtigen Informationen zu Terminen, Regeln und Tipps zur Prüfungsvorbereitung.

  1. Allgemeines zur Gymi-Aufnahmeprüfung
    1.1 Lang- und Kurzgymi
    1.2 Wahl des Gymnasiums
    1.3 Was sind die Voraussetzungen für die Anmeldung zur Gymi-Prüfung?
    1.4 Wie kann man sich für die Prüfung anmelden?
    1.5 Wann kann man sich für die Prüfung anmelden?
    1.6 Wann findet die Prüfung statt?
    1.7 Wo findet die Prüfung statt?
    1.8 Was ist der Umfang der Prüfung?
    1.9 Welche Hilfsmittel sind bei der Prüfung erlaubt?
    1.10 Wie verhält man sich im Falle einer Krankheit?
    1.11 Wie berechnet sich die Prüfungsnote und wann ist die Prüfung bestanden?
    1.12 Wann werden die Resultate bekannt gegeben?
    1.13 Wie geht es nach der Prüfung weiter?
    1.14 Mehrere Chancen
    1.15 Systemwechsel 2020

  2. Tipps zur Vorbereitung auf die Gymi-Prüfung
    2.1 Wann sollte die Vorbereitung erfolgen?
    2.2 Wie sollte die Vorbereitung erfolgen?
    2.3 Wo sind alte Prüfungsunterlagen?
    2.4 Vorbereitungskurse
    2.5 Wie suche ich einen seriösen Kursanbieter aus?
    2.6 Lernen mit Freude
    2.7 Kurz vor der Prüfung

  3. Unterstützung durch LearningCulture
    3.1 Die LearningCulture Gymi-Vorbereitung
    3.2 Standortbestimmung und Beratungsgespräch

  4. Weiterführende Materialien

1. Allgemeines zur Gymi-Aufnahmeprüfung

Die sogenannte “Zentrale Aufnahmeprüfung” (oft auch einfach Gymi-Prüfung genannt) findet im Kanton Zürich jedes Jahr im März statt. Wer sie besteht, darf im nächsten Schuljahr ein Zürcher Gymnasium besuchen. Da die Plätze an den Gymnasien limitiert sind, ist die Prüfung sehr anspruchsvoll.

1.1 Lang- und Kurzgymi

Es gibt zwei unterschiedliche gymnasiale Wege, die beide zum gleichwertigen Abschluss führen.

  • Das Langgymnasium dauert 6 Jahre und beginnt ab dem 7. Schuljahr. Die Prüfung erfolgt in der 6. Klasse der Primarstufe.
  • Das Kurzgymnasium dauert 4 Jahre und beginnt ab dem 9. oder 10. Schuljahr. Die Prüfung erfolgt in der 2. oder 3. Klasse der Sekundarstufe I, Niveau A und B. (Ausnahmen bilden das Kunst- und Sportgymnasium und das Liceo Artistico, diese dauern 5 Jahre.)

Langgymnasium Kurzgymnasium Unterschied

1.2 Wahl des Gymnasiums

Ihr Kind kann grundsätzlich frei wählen, welches Gymnasium es besuchen möchte. Nicht alle Gymnasien haben aber das gleiche Angebot. Es gibt Kurzgymnasien, Langgymnasien und solche, die beides anbieten. Es gibt Gymnasien, die alle Ausbildungsprofile anbieten, aber auch solche, die sich auf sprachliche, beziehungsweise technische Profile spezialisieren. Die Wahl des Gymnasiums sollte deshalb sorgfältig und vorausblickend erfolgen.

Es kann passieren, dass das Wunschgymnasium keine freien Plätze mehr hat. Dann erfolgt eine Zuteilung an ein anderes Gymnasium, das möglichst viele Wunschkriterien erfüllt.

Die Gymnasien führen für Eltern und künftige Schülerinnen und Schüler Orientierungsveranstaltungen durch. Bei diesen Veranstaltungen können Sie die Gymnasien und teilweise auch das Lehrpersonal kennenlernen. Die Termine für die Orientierungsveranstaltungen finden sich auf der Seite der Zentralen Aufnahmeprüfung.

1.3 Was sind die Voraussetzungen für die Anmeldung zur Gymi-Prüfung?

  • Langgymnasium: Alle Schülerinnen und Schüler in der 6. Klasse der Primarschule können sich anmelden.
  • Kurzgymnasium: Alle Schülerinnen und Schüler in der 2. und 3. Klasse der Sekundarstufe I, Abteilungen A und B können sich anmelden.

1.4 Wie kann man sich für die Prüfung anmelden?

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich für die Gymi-Prüfung anzumelden:

  • Online via www.zentraleaufnahmepruefung.ch (ab 15. November 2018). Für die Anmeldung benötigt man einen persönlichen PIN. Man kann ihn für 20 Fr. auf dem Sekretariat der Schule oder am Informationsabend für das Gymnasium kaufen. Einige Unterlagen müssen per Post nachgereicht werden.
  • Per Post via Anmeldeformular. Dieses Formular erhält man auch auf dem Sekretariat der Schule oder am Informationsabend für das Gymnasium.

1.5 Wann kann man sich für die Prüfung anmelden?

Für den Start an einer Mittelschule nach den Sommerferien 2019 gelten folgende Fristen:

Schultyp

Anmeldefrist

Kurz- und Langgymnasium 15. November 2018 – 10. Februar 2019
Kunst- und Sportgymnasium
15. November 2018 – 15. Januar 2019
Informatikmittelschule 1. – 30. September 2018
(für das Schuljahr 2019/20)

1.6 Wann findet die Prüfung statt?

Schultyp

Schriftliche Prüfungen

Mündliche Prüfungen

Langgymnasium,
K+S-Langgymnasium
12. März 2019
ab 8.00 Uhr
keine
Kurzgymnasium,
Kunst + Sport - Kurzgymnasium,
HMS, FMS
12./13. März 2019
ab 08.15 Uhr
27. März 2019
Informatikmittelschule 29./30. Oktober 2018 keine

1.7 Wo findet die Prüfung statt?

Die Prüfung erfolgt vor Ort am Wunschgymnasium. Alle Gymnasien führen die exakt gleiche Prüfung durch.

1.8 Was ist der Umfang der Prüfung?

Langgymnasium

Fürs Langgymi wird nur schriftlich geprüft:

  • Mathematik: Arithmetik, Algebra und Geometrie (60 Minuten)
  • Deutsch: Aufsatz (60 Minuten), Textverständnis und Sprachbetrachtung (45 Minuten)

Eine detaillierte Liste aller Langgymi-Prüfungsthemen finden Sie im Anschlussprogramm Primarstufe – Langgymi (PDF) des Kantons Zürich.

Kurzgymnasium

Schriftliche Prüfung:

  • Mathematik: Arithmetik, Algebra und Geometrie (90 Minuten)
  • Deutsch: Verfassen eines Textes (90 Minuten), Textverständnis und Sprachbetrachtung (45 Minuten)
  • Französisch: Textverständnis, Schreiben, Sprachbetrachtung (60 Minuten)

Mündliche Prüfung:

  • Nur wenn der Notendurchschnitt bei der Kurzgymi-Prüfung zwischen 3.75 und 4 liegt, muss man an die mündliche Prüfung. Alle drei Fächer werden geprüft, jedes Fach dauert 15 Minuten. Die mündliche Prüfung wird vom Lehrpersonal der jeweiligen Gymnasien durchgeführt und ist individuell. Wer in der mündlichen Prüfung eine Note von mindestens 4.00 erreicht, hat die Prüfung bestanden.

Eine detaillierte Liste aller Kurzgymi-Prüfungsthemen finden Sie im Anschlussprogramm Sekundarstufe – Kurzgymi (PDF) des Kantons Zürich.

1.9 Welche Hilfsmittel sind bei der Prüfung erlaubt?

Die Prüfungen müssen mit einem nicht radierbaren Stift geschrieben werden. Nicht erlaubt sind also Bleistifte und radierbare Kugelschreiber. Bleistifte werden nur für geometrische Konstruktionen benötigt.

Auf jeden Fall benötigt man:

  • Ausweis/Identitätskarte
  • Kugelschreiber oder Füllfeder
  • Bleistift, Spitzer und Radierer
  • Geodreieck, Lineal und Zirkel.

Im Langgymnasium zusätzlich erlaubt:

  • Das in der Primarschule benutzte Wörterbuch oder ein Duden (wir empfehlen: Schülerduden).
  • Ein Rechner ist nicht erlaubt.
  • Smartphones sind nicht erlaubt.

Im Kurzgymnasium zusätzlich erlaubt:

  • Das in der Sekundarschule benutzte Wörterbuch oder ein Duden.
  • Ein Übersetzungsbuch Französisch-Deutsch (keine elektronischen Übersetzer).
  • Einer der vier Taschenrechner auf dieser Liste der Taschenrechner (PDF).

Fremdsprachige Schülerinnen und Schüler können unter Umständen ein Übersetzungsbuch bei der Mathematikprüfung benutzen. Dafür muss man über das Schulsekretariat einen Antrag stellen. Bei der Deutschprüfung darf man das Übersetzungsbuch nicht benutzen.

1.10 Wie verhält man sich im Falle einer Krankheit?

Eine Krankmeldung ist nur mit Arztzeugnis möglich und erfolgt über das Schulsekretariat. Im Anschluss kann ein Nachprüfungstermin wahrgenommen werden.

Wichtig: Wenn man bei der Prüfung erscheint, gilt die Prüfung als absolviert. Man kann danach nicht mehr zur Nachprüfung. Im Nachhinein kann die Krankheit nicht mehr geltend gemacht werden.

Falls ihr Kind also krank ist – auch bei einer leichten Erkrankung – melden Sie ihr Kind lieber über das Schulsekretariat ab. Sie erhalten dann das genaue Datum und den Ort der Nachprüfung. Normalerweise findet sie Anfang April zentral an einer ausgewählten Kantonsschule statt.

1.11 Wie berechnet sich die Prüfungsnote und wann ist die Prüfung bestanden?

Für das Langgymnasium zählen die Prüfungsnoten Deutsch und Mathematik und die Noten Deutsch und Mathematik aus dem letzten Zeugnis. Der Schnitt dieser Noten muss mindestens 4.5 betragen.

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Für das Kurzgymnasium zählen die Prüfungsnoten aus Mathematik (2x), Deutsch (2x) und Französisch (1x). Der Schnitt dieser Noten muss mindestens 4.0 betragen.

Bei einem Schnitt von 3.75 - 4.0 erfolgt eine zusätzliche mündliche Prüfung in allen drei Fächern. Wird dort mindestens eine 4.0 erreicht, ist die Prüfung bestanden.

Notenberechnung Kurzgymi Aufnahmeprüfung

1.12 Wann werden die Resultate bekannt gegeben?

Die Resultate werden in der Regel 2-3 Wochen nach der Prüfung

  • per Post verschickt.
  • online über www.zentraleaufnahmepruefung.ch bekannt gegeben. Die Abfrage erfolgt mit der persönlichen PIN-Nummer. Die Option ‘Resultate’ ist deutlich auf der Startseite eingerichtet, sobald sie verfügbar sind.

Die ausgefüllte Prüfung wird nicht mit den Resultaten versendet. Man kann sie jedoch bei Bedarf vor Ort an bestimmten Terminen einsehen. Es gibt jeweils einen früheren Termin für ungenügende Noten, damit noch Zeit für eventuelle Einsprachen bleibt, und einen späteren Termin für genügende Noten.

1.13 Wie geht es nach der Prüfung weiter?

Besteht Ihr Kind die Prüfung, dann beginnt nach den Sommerferien die Schulzeit am Gymnasium.

Das erste Semester ist die Probezeit. In dieser müssen die Schülerinnen und Schüler sich an die neue Schule, Lehrer und Strukturen gewöhnen und zeigen, dass sie den Anforderungen gewachsen sind.

Die Probezeit ist bestanden, wenn der Notenschnitt aller Fächer (ausser Sport) im ersten Zeugnis mindestens eine 4.0 beträgt. Für diese Berechnung zählt das Prinzip der doppelten Kompensation. Das bedeutet: Ungenügende Noten unter einer 4.0 müssen mit einer doppelten Summe an Noten über einer 4.0 aufgewogen werden. Eine 3.5 in einem Fach kann also entweder mit einer 5 in einem anderen Fach, oder aber mit zwei 4.5 in anderen Fächern wettgemacht werden. Zudem dürfen höchstens drei Noten schlechter als eine 4.0 sein.

80% der Schülerinnen und Schüler bestehen die Probezeit und werden definitiv aufgenommen.

Wenn ein Kind die Probezeit nicht besteht, gelten die folgenden Regeln:

Langgymnasium:

  • Es wechselt in die 1. Sek A

Kurzgymnasium: 

  • Wenn es die Gymiprüfung in der 2. Sek I abgelegt hat, wechselt es in die 3. Sek I
  • Wenn es die Gymiprüfung in der 3. Sek I abgelegt hat, ist die reguläre Schulzeit beendet. Es kann jetzt z.B. ein viertes Schuljahr absolviert oder eine Lehre gestartet werden.

Unser pädagogischer Leiter Balz Müller hat ein paar nützliche Tipps zur Probezeit zusammengestellt: So besteht Ihr Kind die Gymi-Probezeit.

1.14 Mehrere Chancen

Es gibt bis zu drei Chancen für den Eintritt in ein Gymnasium: in der 6. Klasse, in der 8. Klasse und in der 9. Klasse. Auch bei Nicht-Bestehen der Prüfung oder der Probezeit bleiben diese Wege offen für einen weiteren Versuch in einem anderen Jahr.

1.15 Systemwechsel 2020

Der Bildungsrat Zürich hat im Jahr 2016 die Ausarbeitung für ein neues Modell der Aufnahmeprüfung zum Gymnasium begonnen. Dieses wird ab dem Jahr 2020 in Kraft treten und betrifft den Übergang in der 2. und 3. Sekundarstufe, also die Prüfung für das Kurzgymnasium. Die Details der neuen Regelung sind noch nicht offiziell und auf Regierungsebene noch nicht endgültig. Sie werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht.

Folgende Regeländerungen sind zu erwarten:

  • Die Prüfungen sollen sich am Lehrplan 21 ausrichten.
  • Die Prüfungen sollen kompetenzorientiert erfolgen.
  • Die Vorleistungen sollen angemessen berücksichtigt werden.
  • Man hört immer wieder, dass die Französischprüfung wegfallen wird. Das wurde bisher aber noch nicht offiziell bestätigt.

Es wird also eine Annäherung der Kurzgymi-Prüfung an die des Langgymnasiums geben.

Das Aufnahmeverfahren ans Langgymnasium ist von der Änderung nicht betroffen.

2 Tipps zur Vorbereitung auf die Gymi-Prüfung

Dieses Kapitel gibt allgemeine Ratschläge zur Einschätzung, Planung und Rahmung des Lernaufwandes.

2.1 Wann sollte die Vorbereitung erfolgen?

Die Prüfungen für das Gymnasium sind anspruchsvoll und umfassend, deshalb ist es wichtig,früh mit der Vorbereitung zu starten und sich mit den geforderten Themen vertraut zu machen. Die Prüfungsvorbereitung sollte mindestens ein halbes Jahr vor dem Termin im März beginnen. Je früher, desto besser.

Für das Langgymnasium zählen die Noten aus dem letzten Zeugnis genauso viel wie die Prüfungsnoten. Es lohnt sich also, nach den Sommerferien in der Schule sorgfältig und fleissig zu lernen, um gute Zeugnisnoten zu erhalten.

2.2 Wie sollte die Vorbereitung erfolgen?

Lernen bedeutet, Wissen in sich zu verknüpfen und zu ordnen. Mit dieser Ordnung geht man auch am besten in die Vorbereitung. Wir empfehlen, den Stoff systematisch aufzubauen und zu festigen.

Erarbeiten Sie einen Lernplan mit Ihrem Kind:

  • Stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen genauen Stoffplan für die Prüfung zusammen. Eine Liste mit den Prüfungsthemen finden Sie unter folgenden Quellen:
  • Sammeln und ordnen Sie das benötigte Material (z.B. Unterrichtsmaterial, alte Schulprüfungen, alte Gymi-Prüfungen, Übungsblätter):
    • Legen Sie für jedes Fach einen Ringordner an.
    • Erstellen Sie Registerkarten zu den einzelnen Prüfungsthemen und sortieren Sie das Material entsprechend ein.
  • Erstellen Sie einen Zeitplan für die einzelnen Fächer:
    • Das Ende des Zeitplans liegt 4 Wochen vor dem Prüfungstag. Das ist Ihr Zeitpuffer.
    • Schätzen Sie den Zeitaufwand pro Thema abhängig vom Kenntnisstand. Eltern, Lehrkräfte oder Nachhilfecoaches können dabei helfen.
    • Vereinbaren Sie feste Lernzeiten. Ausserhalb dieser Zeiten nicht lernen! Dies hilft, die Arbeit einzuteilen und schützt vor Überlastung.
    • Legen Sie einen Starttermin für die Prüfungsvorbereitung fest. Der geschätzte Zeitaufwand und die festen Lernzeiten lassen abschätzen, wann die Prüfungsvorbereitung beginnen muss.
    • Hängen Sie den Zeitplan an einem Ort auf, wo er gesehen und nicht vergessen wird.
    • Kontrollieren Sie regelmässig, ob der Zeitplan noch passt.
  • Den Prüfungsstoff nicht nur lernen, sondern üben! Eine grosse Herausforderung der Aufnahmeprüfung ist die sehr knappe Zeit.
  • Notieren Sie alle Fragen und Unklarheiten, die während der Prüfungsvorbereitung auftauchen. Offene Fragen mit Eltern, Schulkameraden, Lehrkräften oder Nachhilfecoaches besprechen.
  • Lassen Sie Ihr Kind mit alten Gymi-Prüfungen die Prüfungssituation ohne Hilfe und in der vorgegebenen Zeit üben.

2.3 Wo sind alte Prüfungsunterlagen?

Die Prüfungsaufgaben von 2018 haben wir für Sie direkt hier zum Download vorbereitet. Weitere alte Prüfungen der letzten Jahre für Kurz- und Langgymnasium finden sich im Prüfungsarchiv der Zentralen Aufnahmeprüfung.

2.4 Vorbereitungskurse

Die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium stellt sehr hohe Anforderungen und selektioniert eng. Nur ungefähr 20% der Schülerinnen und Schüler besuchen ein Lang- oder Kurzgymnasium. Die Primar- und Sekundarschulen können sich oft nicht ausreichend diesen Ausnahmen widmen.

Der Vorbereitungsaufwand – zusätzlich zu Schule und eigenen Projekten – kann für Kind und oft auch die ganze Familie beträchtlich sein.

Manchmal hilft es, einen Teil dieses Aufwands abzugeben, z.B. durch einen Vorbereitungskurs. Im besten Fall strukturiert der Kurs den Lernaufwand, festigt den Stoff, vermittelt Freude am Lernen, verknüpft mit anderen Kindern in der gleichen Situation, dient einer Trennung von Lern- und Freizeit und stärkt das Selbstvertrauen.

2.5 Wie suche ich einen seriösen Kursanbieter aus?

Das Angebot für Vorbereitungskurse ist vielfältig und es kann schwer fallen, sich zu orientieren und sich für einen Kurs zu entscheiden. Einige Tipps für die Auswahl möchten wir gerne teilen:

  • Crash-Kurse sind wenig effektiv. Kurze Kurse, die den gesamten Stoff in kurzer Zeit repetieren, bieten keinen Raum für systematischen Wissensaufbau und individuelle Betreuung. Sie sind dann sinnvoll, wenn sie auf einen Aspekt fokussieren, wie beispielsweise Aufsätze zu schreiben.
  • Transparenz: Ihr Kind wird viel Zeit in den Kursen verbringen. Es sollte für Eltern ersichtlich sein, wie es dort arbeitet, wer es betreut und wie der Fortschritt verläuft. Offene Kommunikationswege und Rückmeldungen sind sehr wichtig.
  • Professionalität: Vermittlung ist anspruchsvolle Arbeit. Lehrpersonen müssen sowohl fachlich als auch pädagogisch kompetent sein. Sie als Eltern sollten genug Einblick in das Institut bekommen, dass Sie diese Kompetenz erkennen.
  • Lehrmittel: Gute Lehrmittel sind eine starke Grundlage für einen Kurs. Sie sollten auf die spezifischen Bedürfnisse einer Prüfungsvorbereitung zugeschnitten sein, einen deutlichen roten Faden haben, sich nicht mit dem Schulmaterial überschneiden und einheitlich aufgebaut sein. Im besten Fall sind professionelle Lehrmittel speziell für den Vorbereitungskurs geschrieben.
  • Umgang: Es ist für Kinder fast unmöglich, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, wenn sie sich unwohl fühlen. Das lässt sich schwer messen, aber leicht feststellen: Wenn Sie Umgang und Gespräche mit dem Anbieter als unangenehm empfinden, dann tut es Ihr Kind wahrscheinlich auch.

Wenn Sie sich unsicher sind, empfehlen wir, dass Sie zusammen mit Ihrem Kind zu einem Beratungsgespräch vor Ort gehen. So können Sie sich ein Bild von den Räumlichkeiten und Lehrmitteln machen. Außerdem erhalten Sie über den persönlichen Kontakt auch einen Eindruck vom Personal des Nachhilfe-Unternehmens.

2.6 Lernen mit Freude

Lernen ist Arbeit. Lernen ist aber auch eine Möglichkeit, an sich und der Welt zu wachsen. Auch beim Lernen auf eine Prüfung sollte man sich immer wieder bewusst machen, dass man auch wegen des Lernens lernt – und deshalb mit Freude.

2.7 Kurz vor der Prüfung

Am Dienstag, dem 12. März 2019 geht es los mit den Prüfungen. Mindestens der Sonntag davor soll ein freier Tag sein und man sollte ihn schön verbringen. Die Vorbereitungen sind gemacht, man ist gewappnet und kann ohne Angst in den Tag.

Ganz wichtig für den Prüfungstag selbst: Früh ins Bett und am Abend vorher schon alles Nötige packen (Ausweis nicht vergessen!).

Lesen Sie auch den Blog Artikel unserer pädagogischen Co-Leiterin Nicole Rüede zu diesem Thema: Mentale Vorbereitung auf die Gymi-Prüfung: Atemübungen und Visualisierung.

3 Unterstützung durch LearningCulture

Unter der pädagogischen Leitung von Balz Müller (Gymilehrer) und Nicole Rüede (Primarlehrerin) arbeitet bei uns ein Team aus erfahrenen Coaches mit vollem Einsatz daran, Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung auf die Gymi-Prüfung zu unterstützen.

In unseren ruhigen Räumlichkeiten direkt am Bahnhof Stadelhofen mit Blick auf See und Opernhaus bieten wir neben der Gymi-Vorbereitung auch BMS-Vorbereitungskurse, Programmierunterricht, Nachhilfe, Lern- und Schulberatung an.

3.1 Die LearningCulture Gymi-Vorbereitung

Bei der Gymi-Vorbereitung – wie natürlich auch bei unserem restlichen Angebot – legen wir grossen Wert auf die Details: Wir wählen sorgfältig die Lehrkräfte aus und bilden sie weiter. Die hauseigenen Lehrmittel passen perfekt zum Kurskonzept. Und der Unterricht selbst findet in Kleingruppen statt, in denen die Schülerinnen und Schüler systematisch ihr Wissen ausbauen, nebenher aber auch lernen, selbstständig zu Hause zu üben und mit dem Stress umzugehen.

Mehr Informationen zum Kursangebot finden Sie hier:

3.2 Standortbestimmung und Beratungsgespräch

Viele Eltern sind sich unsicher, ob das Kind wirklich bereit für die Gymi-Prüfung ist. Die Zeugnisnoten sind zwar ein wichtiger Indikator, aber leider immer stark von der Lehrperson in der Schule abhängig. Deshalb vermitteln sie manchmal ein falsches Bild.

Bei unserer Standortbestimmung kann Ihr Kind herausfinden, wo es wirklich steht. Im anschliessenden Beratungsgespräch bei uns vor Ort geben Ihnen unser pädagogischer Leiter oder unsere pädagogische Co-Leiterin ein ausführliches Feedback und eine Empfehlung bezüglich weiterer Prüfungsvorbereitung.

4 Weiterführende Materialien

4.1 Lösungsvideos für alte Prüfungsaufgaben auf Youtube

Kurzgymnasium 2012

  • Mathematik

  • Deutsch

  • Französisch

Langgymnasium 2012

  • Mathematik

  • Deutsch

5 Quellen

  • Mittelschulamt

  • Bildungsdirektion

  • Reglement für die Aufnahme in die Gymnasien mit Anschluss an die 6. Klasse der Primarschule (letzte Änderung: August 2012)

  • Reglement für die Aufnahme in die Gymnasien mit Anschluss an die 2. Klasse der Sekundarstufe (letzte Änderung: September 2015)

4.2 118