Noah Oderbolz

BSc ETH Maschineningenieurwissenschaften (i.A.)

Nachhilfelehrer Noah Oderbolz

Noah verbindet ETH-Wissen mit praxisnahen Erklärungen. Durch treffende Analogien macht er komplexe Themen greifbar und weckt bei Lernenden die Faszination, über den Horizont zu blicken und die Welt verstehen zu wollen.

"Für mich funktioniert Lernen wie das Erlernen eines Instruments: Wer die Faszination dafür entdeckt, ist motiviert. Mein Ziel ist es, durch Alltagsbeispiele dieses innere Feuer zu wecken. Rückt das Verstehenwollen in den Vordergrund, fühlt sich Lernen nicht mehr wie harte Arbeit an – und der Schulerfolg stellt sich natürlich ein. Gemeinsam erarbeiten wir das nötige Rüstzeug, um Prüfungen zu meistern und Selbstvertrauen aufzubauen."

Unterrichtet in den Fächern

Mathematik & Physik
Vom Kassenzettel bis zur Flugzeugturbine: Mich fasziniert, wie Mathe & Physik die Welt erklären. Ich vermittle den Stoff bis zur Matura anschaulich.
Programmieren/Informatik
Ein Computer tut nur das, was man ihm sagt. Er ist im Grunde dumm, aber blitzschnell. Programmieren ist grundsätzlich wie das Erlernen einer neuen Sprache. Hat man die Grammatik und Logik einmal verstanden, kann man der Maschine präzise Anweisungen geben, um die volle Kontrolle zu übernehmen. Durch mein ETH-Studium bringe ich das nötige Wissen mit, um Informatik bis zum Maturitätsniveau zu unterrichten und den Jugendlichen das logische Werkzeug für die digitale Welt mitzugeben. Mein Fokus liegt auf Python und C++. Da schulische Projekte aber alle auf derselben logischen Basis aufbauen, helfe ich auch bei verwandten Sprachen problemlos weiter.
Chemie
Chemie wird oft komplizierter gemacht, als es ist. Am Ende läuft vieles auf klare Strukturen und einfache Mathematik hinaus – etwa beim Ausbalancieren von Reaktionsgleichungen. Ich zeige Jugendlichen, wie sie das Fach mit einem kühlen, logischen Kopf angehen können. Aus dem Grundlagenstudium bringe ich die nötige Expertise mit, um den Schulstoff gezielt und ohne unnötiges Auswendiglernen zu vermitteln, sodass Wissenslücken schnell und effizient geschlossen werden.
Deutsch
Oft scheitert eine gute Note in Deutsch nicht an fehlenden Ideen, sondern an der Grammatik oder dem Aufbau. Ich betrachte die Sprache als wichtiges Werkzeug und helfe Lernenden dabei, dieses Handwerkszeug richtig einzusetzen. Wir bringen gemeinsam Ordnung in Textanalysen, feilen am schriftlichen Ausdruck und sorgen dafür, dass die eigenen Argumente bei der nächsten Prüfung auch wirklich punkten.
Englisch & Französisch
Wie viel Spass es macht, eine Fremdsprache zu sprechen, fällt mir meist in den Ferien auf, wenn ich mit den Einheimischen in ihrer Sprache kommunizieren kann. Dann merkt man wirklich, dass sich das Grammatik- und Wortschatzbüffeln gelohnt hat. Fremdsprachen öffnen Türen – in den Ferien wie auch im Alltag. Im Studium merke ich jeden Tag, wie unverzichtbar Englisch und Französisch sind, um komplexe Inhalte zu verstehen. Wer Sprachen gut versteht und spricht, merkt zudem, dass sich diese Fähigkeit positiv auf andere Fächer auswirkt: Ein gutes Sprachverständnis schärft das logische Denken und hilft dadurch zum Beispiel direkt beim Lösen mathematischer Probleme. Meine eigene Begeisterung wurde vor allem durch den regelmässigen schriftlichen und mündlichen Austausch mit internationalen Brieffreunden geweckt. Gerne gebe ich diese Faszination an Lernende weiter.

Lehr- und Arbeitserfahrungen

2023
Zivildienstleistender Kinderbetreuung Herisau (inkl. Hausaufgabenhilfe und schulischer Betreuung)
2022
Aushilfe in der Kita Fiorino (100 %)
2020 - 2022
Mitarbeiter Sicherheitsdienst, Securitas AG (ca. 60 %)
2020 - 2022
Mitarbeiter Detailhandel, Coop Gallusmarkt (ca. 40 %)

Ausbildung

seit 2022
Studium BSc ETH Maschineningenieurwissenschaften, ETH Zürich
2016 - 2020
Gymnasium (Schwerpunkt Mathematik & Physik), Kantonsschule am Burggraben St. Gallen
2017
Sprachaufenthalt in Cannes (Französisch)

Interview

mit Noah Oderbolz

Was fasziniert dich besonders an der Mathematik?

Weshalb fliegt ein Golfball mit Dellen weiter als ein glatter Ball? Weshalb kühlt eine Suppe ab, wenn wir mit spitzen Lippen pusten, aber unsere Hände werden warm, wenn wir sie mit offenem Mund anhauchen? Weshalb kann man mit dem Velo freihändig fahren, doch im Stand den Lenker nicht loslassen? Fragen wie diese faszinieren mich sehr. Vorher absolut unvorstellbare Rätsel werden durch die Mathematik auf verständliche, berechenbare Ereignisse heruntergebrochen. Dies ermöglicht es diese scheinbare "Magie" zu verstehen und auch zu reproduzieren. In meinem Maschinenbaustudium erlebe ich dies täglich. Genau diese Aha-Momente möchte ich weitergeben.

Wie gestaltest du deine Freizeit?

In meiner Freizeit verbringe ich meine Zeit gerne beim Segelfliegen auf (und über) dem Segelflugplatz in Amlikon. Ausserdem schraube und fahre ich gerne mit meinem Motorrad und entdecke neue Regionen im In- und Ausland. Das direkte, handfeste Arbeiten an der Maschine und das Unterwegssein mit Kollegen bilden für mich den besten Kontrast zum theorielastigen Alltag an der ETH. Meistens ist auf den Touren auch eine analoge Kamera dabei, um gute Momente spontan festzuhalten.

Was zeichnet in deinen Augen eine gute Lehrperson aus?

Eine gute Lehrperson sollte von dem, was sie lehrt, selbst fasziniert sein. Zudem ist Empathie zentral: Wer den Stoff schon beherrscht, vergisst oft, wie unübersichtlich er anfangs wirkt. Der Perspektivenwechsel ist also Pflicht. Um selbst erfolgreich zu sein, breche ich komplexe Themen in eine klare Struktur herunter. Vor allem baue ich eine gute Vertrauensbasis auf und schaffe ein Umfeld, in dem man sich traut, Fehler zu machen. Wenn sich das Kind wohlfühlt und offen Fragen stellt, entsteht echtes Verständnis und Motivation von ganz allein – anstatt dass nur aus reinem Pflichtgefühl gelernt wird.

Welche didaktischen Techniken findest du besonders wirksam?

Die wirksamste didaktische Technik ist für mich, neues Lernmaterial zwingend mit bereits Bekanntem zu verknüpfen. Wenn Schulstoff ein rein abstraktes Konstrukt bleibt, schalten viele ab. Deshalb setze ich gezielt auf treffende Analogien und Alltagsbeispiele. Ähnlich wie bei Fremdsprachen, deren Wert man erst in den Ferien bei der Anwendung erkennt, steigt die Motivation, sobald man sieht: Das Zeug ist real anwendbar! Es bleibt nicht bei diesem abstrakten, theoretischen Konstrukt.

Was möchtest du deinen Schülerinnen und Schülern durch deinen Unterricht mit auf den Weg geben?

Ich möchte meinen Schülerinnen und Schülern die Angst vor scheinbar unlösbaren Problemen nehmen. Im Studium erlebe ich täglich, dass ein Problem wie ein unendlich hoher Turm scheint. Wenn man einfach anfängt und dranbleibt, steht man plötzlich auf dem Turm und geniesst den Ausblick. Ich will ihnen das Selbstvertrauen mitgeben, nicht aufzugeben, wenn eine Aufgabe schwer wirkt. Mit dem richtigen Werkzeugkoffer lässt sich jedes Problem knacken. Die ETH hat mich zu einer selbstbewussteren Person gemacht, die schwierige Situationen meistert. Dieses analytische Selbstvertrauen und die Neugier bringen sie weit über das Klassenzimmer hinaus.