Roman Pfänder
MSc ETH Physik (i.A.)
Roman absolviert zur Zeit seinen Master in Physik und gibt seit 12 Jahren Nachhilfe in Mathematik und Physik. Er hat langjährige Erfahrungen darin, anspruchsvolle Inhalte strukturiert und verständlich zu erarbeiten.
Unterrichtet in den Fächern
Lehr- und Arbeitserfahrungen
Ausbildung
Interview
mit Roman Pfänder
Was fasziniert dich besonders an deinem Unterrichtsfach Mathematik?
An der Mathematik faszinieren mich besonders zwei Dinge. Erstens: Wenn man einer Frage genügend viele Folgefragen stellt, landet man erstaunlich oft bei Mathematik. Bei Planetenbewegungen, im Verkehr, in Mustern der Natur, in Musik oder in wissenschaftlichen Modellen. Zweitens wirkt Mathematik auf viele Schülerinnen und Schüler zuerst wie eine Ansammlung abstrakter Formeln, die man auswendig lernen muss. Wenn man genauer hinsieht, merkt man aber: Die Dinge hängen zusammen. Genau diesen Moment, in dem Mathematik plötzlich Sinn ergibt, finde ich besonders spannend.
Wie gestaltest du deine Freizeit?
In meiner Freizeit lese und koche ich gerne. Am Lesen mag ich, dass man entweder ganz in eine Geschichte eintauchen oder mehr über Geschichte, Wissenschaft und die Welt, in der wir leben, erfahren kann. Kochen gefällt mir, weil es mehrere Dinge verbindet, die ich schätze: Es ist ruhig, kreativ und praktisch. Gemüse zu rüsten hat für mich fast etwas Meditatives, und am Ende entsteht etwas, das man teilen kann. Ausserdem höre ich gerne klassische Musik, gehe gerne in die Oper und spiele Klavier.
Was zeichnet in deinen Augen eine gute Lehrperson aus?
Ich glaube, dass viele Schüler/innen eine Neugier mitbringen, die man ansprechen sollte. Gerade in Mathematik sollte man nicht einfach alles vormachen, sondern die Lernenden dazu bringen, selbst nachzudenken und Fragen zu stellen. Eine gute Lehrperson schafft einen Rahmen, in dem Fragen willkommen sind und Fehler nicht peinlich wirken, sondern als Teil des Lernprozesses verstanden werden. Gleichzeitig sind Erfolgserlebnisse wichtig. Deshalb versuche ich meinen Schüler/innen auch immer wieder zu zeigen, was sie bereits verstanden, verbessert und gemeistert haben.
Was war die schönste Erfahrung, die du bisher als Lehrperson gemacht hast?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Schüler, der sich auf eine anspruchsvolle Aufnahmeprüfung für eine Fachhochschule vorbereitet hat. Ich merkte früh, dass ihm viele mathematische Grundlagen fehlten. Deshalb haben wir sehr grundlegend angefangen und uns Schritt für Schritt vorgearbeitet. Innerhalb weniger Wochen entstand aus grosser Unsicherheit eine viel klarere Struktur, und am Ende bestand er die Aufnahmeprüfung ziemlich locker. Fast genauso wichtig war für mich aber die letzte Nachhilfestunde: Er erzählte mir, wie lange er mit Mathematik gehadert hatte, und dass sie ihm mittlerweile sogar Spass mache.
Worauf kommt es deiner Meinung nach beim Lernen für dein wichtigstes Unterrichtsfach an?
Beim Lernen von Mathematik kommt es meiner Meinung nach vor allem darauf an, selbst aktiv zu denken. Mathematik lernt man nicht nur durch Zuschauen: Man muss Aufgaben bearbeiten, Fragen stellen, Lösungswege ausprobieren und auch Fehler machen. Gerade Fehler sind wertvoll, weil sie oft genau zeigen, wo noch ein Verständnisproblem liegt. Im Unterricht versuche ich deshalb, Schülerinnen und Schüler nicht nur zur richtigen Antwort zu führen, sondern ihnen zu helfen, einen eigenen Zugang zum Problem zu entwickeln.