Samira Bosshard

BSc UZH Psychologie und Erziehungswissenschaft (i.A.)

Nachhilfelehrerin Samira Bosshard

Samira Bosshard arbeitet leidenschaftlich gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und einer Prise Scharfsinn schafft sie es, Inhalte auf neue Art und Weise zu vermitteln.

"Mich fasziniert wie individuell Menschen und ihre Wege sind. Während im Schulunterricht die Lektionen nach einer bestimmten Struktur und Regelung durchgeführt werden, kann in Privatlektionen auf die einzelnen Bedürfnisse besser eingegangen werden. Mir ist es wichtig, entmutigten Schülerinnen und Schülern das Vertrauen in sich selbst und die Freude am gemeinsamen Erarbeiten von neuem Stoff mitzugeben. Dabei helfen Geduld, Humor und Kreativität sehr."

Unterrichtet in den Fächern

Deutsch
Deutsch war schon in der Schule mein Lieblingsfach und ich unterrichte es auf allen Stufen bis heute am liebsten.
Mathematik
Mathematik bereitet sehr vielen Kindern in der Schule viel Mühe. Deshalb ist es mir wichtig, die Inhalte auf neuen und verständlicheren Wegen zu vermitteln, um so für Aha-Momente zu sorgen.
Englisch
Die englische Sprache fasziniert und begleitet mich im Alltag sowohl durch englische Literatur, Filme oder in meinem Studium ständig, daher liebe ich es, meine Begeisterung weiterzugeben.

Lehr- und Arbeitserfahrungen

seit 2022
Nothilfe-Instruktorin
seit 2016
Nanny und Babysitterin für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren
seit 2015
Privater Nachhilfeunterricht von der 6. Klasse bis zum Lehrabschluss für einen Jungen mit einer ausgeprägten Lernbehinderung

Ausbildung

seit 2021
Bachelorstudium Psychologie im Hauptfach & Erziehungswissenschaft im Nebenfach, Universität Zürich
2017 - 2021
Kantonsschule Wohlen

Interview

mit Samira Bosshard

Was fasziniert dich besonders am Unterrichten von Sprachen?

Die deutsche Sprache ist wahnsinnig vielfältig. Viele Schülerinnen und Schüler verstehen unter dem Begriff "Deutschunterricht" oder "Deutsch lernen" mühsame Grammatik, sich endlos ziehende Schullektionen oder langweilige Klassenlektüren, dabei wird häufig vergessen, dass wir uns über diese Sprache ausdrücken, definieren und mitteilen. Ich habe mich schon früh ausgiebig mit dem Lesen und Verfassen von Texten befasst und dabei schnell gemerkt, dass ich mich auf diesem Weg ausleben und entwickeln kann.

Wie gestaltest du deine Freizeit?

Am liebsten erkunde ich neue Städte und setze mich mit einem spannenden Buch in ein Café. Ansonsten helfen mir lange Spaziergänge in der Natur oder Schwimmen den Kopf freizubekommen.

Was zeichnet in deinen Augen einen guten Coach aus?

Ein guter Coach schafft von Beginn an ein angenehmes, offenes Lernklima, das auf gegenseitige Wertschätzung und Zusammenarbeit basiert. Die Beziehung bietet Raum für eigene Ideen, Fragen und Kritik, aber auch für die eigene Persönlichkeit. Jeder und jede hat ein eigenes Lerntempo, einen unterschiedlichen Wissensstand und andere Unsicherheiten - darum gibt es kein allgemeines Erfolgsrezept. Aber mit viel Geduld, gegenseitigem Kennenlernen und Zeit merkt man genau, was gut funktioniert.

Was möchtest du deinen Schülerinnen und Schülern durch deinen Unterricht mit auf den Weg geben?

In erster Linie das Vertrauen in sich selbst. Es passiert schnell, dass man im Unterricht nicht mehr mitkommt, sich vielleicht nicht traut, Fragen zu stellen oder mit dem Schulstoff überfordert ist. Dies führt dazu, dass sich Schülerinnen und Schüler oft selbst hinterfragen, an ihrem Können oder sogar ihrer Intelligenz zweifeln, dabei sind die Inhalte an sich nicht zu schwer für die Jugendlichen, sondern womöglich zu allgemein formuliert. In kleineren Gruppen oder in Einzellektionen arbeiten wir als Team, können zusammen auf Schwierigkeiten und Fragen eingehen und schaffen es, durch stetige Lernfortschritte und "Aha"-Momente hoffentlich das Vertrauen in die eigenen Fertigkeiten zurückzugewinnen.

Was war die schönste Erfahrung, die du bisher als Coach gemacht hast?

Mein Bruder hat eine schwere Lernbehinderung und ist darum in vielen Lebensbereichen und speziell in der Schule auf Unterstützung angewiesen. Seit er in der 6. Klasse ist, bin ich diejenige, die mit ihm auf Prüfungen gelernt, bei den Hausaufgaben geholfen oder beim Erarbeiten des Schulstoffs geholfen hat. Im Sommer 2022 hat er seine Lehre als Unterhaltspraktiker EBA abgeschlossen und damit geschafft, woran viele Ärzte und Therapeuten gezweifelt haben. Ihn auf diesem Weg begleiten zu können und zu sehen, wie er sich weiterentwickelt, Fortschritte macht, die man ihm nie zugetraut hätte und Aufgaben immer selbständiger lösen konnte hat mich sehr berührt und geprägt.